Schöne Dinge – nice things (H) .

Das Schöne hat wenig mit dem Gefälligen oder Angesagten zu tun. Das Bekenntnis zu einem schönen Kunst-Objekt signalisiert etwas sehr Persönliches. Kunst-Verständnis, Besitzer-Stolz, schöner Schein oder Ausdruck einer Persönlichkeit? „Haben und Sein?“    

Die Reputation der Schlange bewegt sich irgendwo zwischen Angst, Ekel und Faszination. Dieses Kunstobjekt (mutiple) begeisterte mich vom ersten Augenblick an. Die Künstlerin Katharina Fritsch feiert durch eine (nahezu) perfekte Gestaltung vor allem die Schönheit der Form. Material- und Farbwahl verstärken auf ideale Weise die Wirkung.

Katharina Fritsch (geb. 1956), Schlange (snake) plastic multiple painted black, 1999 – 2001, signed in ink on the certificate, numbered 116 / 240 (there were also 40 artist’s proofs) . Accompanied by a certificate of authenticity signed and numbered by the artist; (there were also 40 artist’s proofs).

Ich spreche von „nahezu“ perfekt, weil das Multiple nicht festlegt, in welchem Kontext das Objekt optimal  – im Sinne der Künstlerin – wirkt. Andererseits beweist dieses Foto, dass die Schlange sich auch in diesem zufällig gewählten Zusammenhang (auf einer Massivholz-Tischplatte) kostbar glänzend behauptet.

In einem von der Künstlerin nicht autorisierten Objektkasten wird diese Offenheit negiert.