Punkte im Gewand der Kunst

Welches gestalterische Potenzial im Punkt steckt, belegt eindrucksvoll die Erfolgs-Geschichte der 1929 geborenen Japanerin Yayoi Kusama. Kusama verdankt dem Punkt ihre einzigartige Künstler-Karriere. „Polka Dots“ sind zu ihrem Markenzeichen geworden.

„Bereits im jungen Alter fing das Mädchen an zu malen. Farbige Punkte und Netzwerke waren schon damals ihre Motive. Auf Grund ihrer Wahnvorstellungen erschienen ihr Bilder von Punkten, die sich vor ihrem inneren Auge in den Räumen ausbreiteten, wie eine Erlösung. Weil sie das Gefühl hatte, sich aufzulösen, bis die Welt um sie herum unendlich wurde. Farbige Punkte, die sie auf Leinwände, Bäume, Skulpturen oder Menschen malt.“

Quelle: http://www.art-magazin.de/

 

Ihr Renomée und die Faszination des Punkts machten Kusama gelegentlich auch zur Wunschpartnerin der Luxus-Mode; zuletzt 2012. Das Punkte-Design, das die Künstlerin für Louis Vuitton auf Taschen, Röcke, Hosen, Schuhe, Sonnenbrillen oder Halstücher setzte, wurde in den Augen der Kritiker zwar dem künstlerischen Anspruch nicht gerecht. „Viel zu zahm, erschreckend dekorativ.“ Kusamas Auftritt  aber verlief im erwarteten Rahmen. Zur Präsentation ihrer Vuitton-Kollektion erschien Kusama im gelben Punktgewand und gepunkteten Strümpfen.