Der Weihnachtsmann ist ein älterer, eher korpulenter Mann mit einem langen weißen Bart, der nicht ausstirbt. Er lebt von einem 1-Tages-Job, beschäftigt dafür eine Armee von Wichteln, lenkt ein vielköpfiges Rentiergespann vor einem Schlitten mit unbeschränktem Fassungsvermögen und verfügt – alles in allem – über einen legendären Zustellservice. Wo er persönlich auftritt, hat er einen Sack voller Geschenke dabei, die er speziell nur an Kinder verteilt. Bevor er die Geschenke aushändigt, muss man ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen. In Familien, wo moderne pädagogische Einsichten nicht verbreitet sind , wo dies noch gewünscht wird, bringt der Weihnachtsmann auch eine Rute mit. Damit droht er dann den sogenannten bösen Kindern.
Gregoire Solotareff – Der Weihnachtsmann von A – Z. Ein himmlisches Wörterbuch. Arena Verlag, 1995
Viel mehr gibt es über den Weihnachtsmann nicht zu sagen. Falsch. Gregoire Solotareff hat noch eine ganze Menge mehr und jede Menge Erstaunliches über den Weihnachtsmann und seine Lebensweise zu berichten. Dieses Nachschlagewerk ist weniger Lektüre-, sondern vor allem Augenschmaus und Humor-Stoff. Solotareffs Weihnachtsmann hat einen bemerkenswerten Hang zur Selbstdarstellung. Selbstverständlich tritt er beinahe in allen Bildern in Erscheinung. Comic-haft, mit dicken Pinselstrichen und dick aufgetragenen Farben.
Bleibt der Verdacht, dieses detailreiche, teilweise intime ABC stammt vom Weihnachtsmann selber und Solotareff ist sein Pseudonym. (Vielleicht wird das Buch deshalb nicht mehr gedruckt.)
