Objekt-Präsentation und Kulisse .
Dinge des alltäglichen Bedarfs und die Aura eines Museums gehören in der Regel nicht zusammen. Das Museum verklärt.
Dinge des alltäglichen Bedarfs und die Aura eines Museums gehören in der Regel nicht zusammen. Das Museum verklärt.
Abfotografie ist keine Abbildung. Das durch die Fotografie transportierte Bild sollte im besten Fall möglichst viel über das Objekt sagen. Ab-Bildung setzt Objekt-Kenntnisse voraus: Buchenholz? Farbigkeit? Funktion? (Die Gegenüberstellung muss nicht weiter kommentiert werden.)
Beim Vergleich von Engel und Schutzengel kommt es nicht allein auf die Haare an.
Ein Relaunch des Internet-Shops von Meier.Germany Anfang 2021 verlangt eine systematischen Darstellung der Schaf-Objekte in Lebensgröße. Die Systematik wird durch Collagen veranschaulicht.
Warum denn nicht?
„Nett, lieb, freundlich, süß, witzig und so oder ähnlich, so MUSS ein Erfolgsprodukt sein.“
Das klingt nach Kitsch!? Andererseits ist ein Kicher-Lachen oder Schmunzeln beim Betrachten eines Objekts als Gestaltungsziel höchst erstrebenswert. Als Design-Kriterium spielt der Humor in einer Extra-Klasse. Im Hinblick auf Kochtöpfe, Matratzen oder auch Möbel wird man keinen Witz erwarten; bei tierischen Objekten vielleicht schon.
Die Unterschiede sind offensichtlich. Handy und Fotoapparat erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Schnappschuss links, Produkt-Foto rechts. Beiden Aufnahmen geht eine Inszenierung voraus. Links die Alltags-Szene, rechts die Werbung. Das linke Foto weist auf die dekorative Alltagstauglichkeit des Objekts hin, das rechte verdeutlicht seine Material- und Design-Qualitäten. Nikon in der Hand von Tamara Rumpelt macht den Unterschied.
Ein weiteres schönes Foto-Beispiel. SR Hudges in Tulsa, Oklahoma.