Ostereier-Färben

Der Brauch, die Oster-Eier zu färben oder zu dekorieren, hat nichts mit der christlichen Tradition zu tun. Eier wurden lange vor der Einführung des kirchlichen Osterfestes „geschmückt“. Je nachdem, welche Mittel einem zur Verfügung standen, sah die Dekoration unterschiedlich aus. Wer es sich leisten konnte, wickelte die Eier in Blattgold ein; wer deutlich ärmer dran war, kochte die Eier zusammen mit Blättern oder Blüten verschiedener Blumen, um ihnen Farbe zu geben.

Aber auch hier hat sich die Kirche eine Erklärung für die gefärbten Eier einfallen lassen. In der griechisch-orthodoxen Tradition erzählt die Legende, dass Maria Magdalena nach Christi Wiederauferstehung zum römischen Kaiser ging, um ihm von diesem Wunder zu berichten. Der Kaiser soll dies jedoch für Unfug gehalten und gemeint haben, Christus sei genauso wenig auferstanden, wie die frisch gelegten Eier vor ihm eine rote Schale hätten. In diesem Moment färbten sich die Eier vor seinen Augen rot. Die Wiederauferstehung war damit bezeugt.