
Aufmerksamkeit ist alles. Ohne diese verliert ein Messeauftritt seinen Sinn, der Markt das Interesse und das gute Design-Objekt riskiert seine Bedeutung. Um auf dem Markt möglichst lange zu bestehen, sollte also nicht unbedingt das Produkt sich verändern. Vor allem die Art, wie es gezeigt wird, muss immer wieder neu beeindrucken.
Eine gleichbleibende Art der Präsentation verursacht verschiedene negative Effekte:
_Sinkende Aufmerksamkeit. Das Publikum reagiert auf das Angebot mit Gleichgültigkeit. Der erste Eindruck beim – im Normalfall – zufälligen Blick in Richtung Messe-Stand bleibt ohne den gewünschten Anreiz. Der Messe-Besucher läuft vorbei mit dem Gefühl „bekannt“ oder „uninteressant“.

_Kaum emotionale Wirkung. Messebesuche leben von Überraschungen, Entdeckungen und Gesprächsanlässen. Wenn der Blick zu einem Messe-Stand beim Publikum keine Neugier provoziert, dann gibt es auch kein spontanes Stehenbleiben, entsteht keine Frage, kommt es nicht zur gewünschten Kontaktaufnahme, fehlt das Gespräch. Selbst Stammkunden erleben die Präsentation nur als Routine-Leistung. Lebendiges Interesse, Entdeckerfreude, Euphorie? Fehlanzeige. Stattdessen professionelle Geduld beim Warten auf Kundschaft.
_Routine ist Stillstand. Unbewusst entsteht zudem oft der Eindruck „Das Unternehmen entwickeln sich nicht weiter.“, „Der Aussteller ist solide, aber nicht innovativ.“, „Da gibt es nichts Neues zu berichten.“ Auch wenn das Produkt gleichbleibend exzellent ist, dann schadet diese Art der Routine dem Markenbild.

_„Interne Ermüdung“. Nicht nur das Publikum, auch das Stand-Personal verliert durch die ausgestellte Routine seine Begeisterung. Und das spürt auch das Publikum sofort.
_Verpasste strategische Chance. Das anhaltend „gute“ Produkt, die Produktpalette ist selten das Problem. Meist ist die Inszenierung schwach, nicht das Portfolio. Dabei können schon kleine Veränderungen viel bewirken. Die Maßnahmen, die Abhilfe schaffen, sind bekannt: innovative Dramaturgie, Veränderung der Kombinatorik, Blickfangwechsel, spezielle Highlight-Setzung oder das Weglassen bestimmter Produktgruppen, um für das Interessante Raum zu schaffen.