- Gegeben war ein uralter, „günstig“ eingekaufter Messe-Stand.
Die von mir eingeleitete Sofortmaßnahme gegen den „Billig-Look“ bestand darin, die Stand-Wände mit Jute zu verkleiden, damals einem Grundmaterial für viele Meier-Spielwaren. Davor hängte ich großformatige Collagen (70x100cm) aus Skizzen, Fotos und Kurztexten, Hinweise zum erweiterten Sortiment.
In Folge der wachsenden Aufmerksamkeit für Produkte und Unternehmen entwickelte ich ein Meier-typisches Stand-System, das im eigenen Unternehmen hergestellt werden konnte. Der Einstieg in die CI-Bildung begann.
Erstes grafisches Schmuck-Element war das neue schwarz-weiße Meier-Logo als Holzschnitt-Druck auf den Eigenbau-Möbeln, die mit nicht bedrucktem Zeitungs-Papier bezogen waren. Mit Erfolg signalisierte das Logo das neue Öko-Image. Innerhalb von 5 Jahren war die „Marke“ Meier auf der Spielwaren- und der Konsumgüter-Messe eingeführt. Meier hatte zudem einen „festen“, d.h. bei den Kunden bekannten Standplatz. Meier.Germany war trendig und angesagt.
Der Trendwechsel in den 1990ern verlangte dringend nach Anpassung. Das ursprünglich als Holzschnitt eingesetzte Logo wurde digital geglättet. Parallel dazu verschwand Produkt um Produkt der Handarbeits-Look.
In den Vordergrund der Messedekoration rückte nun – und bis heute – die hohe Wertigkeit der Materialien und einzelner Produkte. Egal ob „little Linda“ – das Schmuse-Lämmchen, Blökdosen – mit Plüsch- und Fellbezug, Naturfelle, Filze, Holzquader, Federflügel, immer geht es nur um die eine Aussage und Kaufaufforderung:
Meier.Germany (unter-)sucht und repräsentiert Klasse.
