
„Nur der Markterfolg entscheidet.“ Deshalb war es relativ mutig, beim Design ganz ungewöhnliche Wege zu gehen. Alle vier Entwürfe zeigten Neues. Neue Formen, neue Materialien, neue Materialkombinationen – zumindest für Meier Spielwaren.
Das erstmals 1980 auf der Nürnberger Spielwarenmesse präsentierte Sortiment war ab dem ersten Messetag Gesprächsthema. Ein Reizobjekt: der Elefant. Er war ursprünglich mit einem roten Gummischlauch-Rüssel ausgestattet. Mein Design fiel den konstruktiv-kritischen Diskussionsbeiträgen von Ausstellern, die mit Horst Meier befreundet waren, zum Opfer. Ich wurde nicht gefragt. Hanfseil statt Gummischlauch. Horst Meier fügte sich gerne. („Der Markt … .“)
Zu diesem Zeitpunkt hatten weder Meier Spielwaren und noch viel weniger ich eine Ahnung davon, welcher Markt durch mein Design erschlossen werden konnte.

Die (kleine große) Sensation: Bereits am ersten Messetag wurden mehr Schafe bestellt als Schaukelpferde; bis dahin für Meier Spielwaren die einzigen Umsatzbringer.
Die Fortsetzung meines Engagements war damit garantiert. Die Erfolgsgeschichte von Krafftmeier begann. 1981 wurde die Anzahl der Artikel in KM-DESIGN verdoppelt. (Der Elefant gehörte bereits 1982 nicht mehr zum Angebot.)