
Die Bezeichnung „Lalanne-Schaf“ bezieht sich vor allem auf eine berühmte Serie von Skulpturen des französischen Künstlers François-Xavier Lalanne, die nach 1965 entstanden ist und Kunst (Skulptur) und Design (Sitz- oder Liege-Möbel) vereint. Die aus Aluminium, Holz und echtem Schaffell gefertigten Objekte sind funktionale Kunstwerke, oft mit Rädern, die es ermöglichen sollen, das Schaf zu bewegen.
Die Internet-Bildersuche mittels „Lalanne sheep“ zeigt ebenso eindrucksvoll wie irritierend, dass der Name des Künstlers als Bezugsgröße oftmals missbräuchlich verwendet wird. Der Zusatz „Lalanne“ soll offenbar die Chance für einen erfolgreichen Verkauf erhöhen. Auf diesen Effekt hoffen bei ihren Internet-Anzeigen nicht nur Bastler und Privathändler, sondern auch kleine Manufakturen und sogar einige Auktionshäuser: „after François-Xavier Lalanne“, „Lalanne style“, „in the manner of Lalanne“, „Lalanne inspired“ oder „Lalanne sheep adopted“. Dabei wird zumindest in einigen Fällen gegen besseres Wissen gehandelt und auf eine qualifizierte Einschätzung bewusst verzichtet. Schließlich wäre es gut zu wissen, worin der Lalanne-Bezug besteht. Handelt es sich um eine Kopie, ein Duplikat, ein Imitat oder ein Plagiat?

KM-DESIGN-Schafe haben bekanntlich eine sehr spezielle Spielzeug-Vergangenheit und ursprünglich keinerlei Verbindung zum Werk des berühmten französischen Künstlers. Gerne würde ich meine Schaf-Objekte auch in Zukunft vor der Eingruppierung in die relativ große und qualitativ sehr unterschiedliche Herde der Pseudo-Lalanne-Schafe schützen.