„form follows function.“ (Die Form folgt der Funktion.) Dieser in den 20er Jahren des 20.Jahrhunderts vom Bauhaus propagierte Leitsatz fordert dazu auf, die Gestaltung eines Dings weitestgehend an dessen Nutzungszweck anzupassen.
Und die Reduzierung eines Gegenstandes, eines Dings auf das „Wesentliche“ gehört aus verschiedensten Gründen auch heute noch zu den zentralen Aufgaben der modernen Produktgestaltung. Im besten Fall spricht man davon, dass es dem Designer gelungen ist, in ästhetisch ansprechender Weise das Formale auf das Funktionale zu reduzieren.
„juicy salif“, Zitronenpresse aus Guss-Aluminium glänzend, Hersteller: Alessi, Designer: Philippe Starck. Ein eindrucksvolles Beispiel für „Über-Reduktion“.
Und ein höchst willkommener Fall für die Design-Kritik:
„Eine grotesk geformte, überteuerte Zitronenpresse, die nicht einmal richtig Saft pressen kann – warum sollte man sich so etwas freiwillig ins Regal stellen? Ganz einfach: Weil es bei Philipp Starcks legendärer Design-Presse nie um die Funktion ging, sondern um das bloße Spektakel.“
Quelle: http://www.schoener-wohnen.de/einrichten/34722-bstr-designklassiker-unter-100-euro/141327-img-der-anti-klassiker-zitronenpresse-juicy-salif-von-philippe-starck
