„Kann man seiner Tageszeitung alles glauben?“, „Kann man der Behauptung ‚Kinder wollen chinesische Paare in einem Schafsjahr nicht in die Welt setzen.‘ Glauben schenken?“
Millionen Chinesen haben in Hongkong und anderswo das Jahr des Schafs mit dem beim Jahreswechsel üblichen Gigant- und Brillant-Feuerwerk begrüßt. Gefeiert wird traditionell insgesamt 15 Tage. In den Tagen vor dem Neujahrsfest meldeten die chinesischen Geburts-Kliniken Überfüllung. Hochschwangere Frauen wollten ihr Kind unbedingt noch im alten Jahr zur Welt bringen. Zur Not per Kaiserschnitt. Hongkong und das von Chinesen geprägte Singapur meldeten einen Baby-Boom. Andere wollen in diesem Jahr Zurückhaltung üben. „Mein Kind darf auf keinen Fall ein Schaf werden“, sagt eine junge Angestellte in Peking. Sie und ihr Mann nähmen es in den kommenden Monaten mit der Verhütung besonders genau, damit ihr Nachwuchs auf keinen Fall im Jahr des Schafs zur Welt kommt. Diese Abneigung wird wohl am besten durch eine Redensart erklärt: „ Neun von zehn Schafen führen ein unglückliches Leben.“
