KrafftMeier-Schafe und Schaukelpferde mit Fellbezug

Bei der Entwicklung seiner inzwischen weltweit bekannten KrafftMeier-Schafe knüpft der Designer Hanns-Peter Krafft ganz bewusst an die Tradition der Schaukelpferd-Herstellung an und garantiert damit ein an handwerklichen und ökologischen Prinzipien orientiertes Verfahren.

Wie zahlreiche andere Manufakturen in Deutschland verdankt auch Meier Spielwaren, die Vorläuferin von Meier . Germany, ihre Gründung im Jahr 1948 der Attraktivität von Schaukelpferden mit Fell- oder Plüschbezug. Noch heute werden die Pferde in der Regie von Meier . Germany nahezu auf die gleiche Art und Weise produziert, wie diese 1865 von Carl Eduard Meinung, dem Erfinder derartiger Schaukelpferde, eingeführt wurde.

Das Ausstattungsmaterial erfuhr im Laufe der Produktionsgeschichte allerdings immer wieder notwendige Veränderungen.

5 Abschnitte der traditionellen Fertigung von Fellschaukelpferden

Der Zuschnitt

Die Produktion beginnt mit dem Zuschnitt zunächst des Halsbretts aus 25mm starkem Fichtenholz, dann des so genannten Wanstbrettes aus 35mm starkem Fichtenholz und schließlich dem Zuschnitt und Schnitzen bzw. Fräsen der Holzbeine und des Kopfes.

Das Aufstellen

Die Holzbeine werden an das Wanstbrett angeplattet und durch Anleimen und Annageln bzw. Anschrauben befestigt. Das Halsbrett wird ebenfalls an das Wanstbrett angeleimt und genagelt bzw. angeschraubt.

Das Stopfen

Ein Unterbezug aus Jutegewebe (grob gewobenes Sackleinen) wird nach einer Schablone ausgeschnitten, zusammengenäht und an das Halsbrett angeheftet. Die Jutehülle wird anschließend mit Säge- oder Hobelspänen aus eigenem Produktionsabfall ausgestopft. Um die Füllung zu komprimieren, wird diese in Form geklopft und abgenäht. Der so entstandene Körper wird anschließend mit einem Pflanzenleim bestrichen, sodass eine stabile Außenhaut entstehen kann.

Das Überziehen

Die Firma C. Meinung benutzte zum Beziehen zunächst Felle von Kälbern. Später wurden auch andere attraktive Kurzhaar-Felle verwendet.
Aus hygienischen Gründen kommt heute zum Überziehen fast nur noch synthetisch hergestellter Webpelz zum Einsatz.

Das Fertigmachen

Hufe und Gesicht bekommen einen Farbanstrich, die Ohren werden eingesetzt, die Mähne wird aufgelegt und der Schweif angenagelt. Nach dem Einsetzen der Plastik-Augen erfolgen das Anlegen des Zaumzeugs und das Auflegen des Sattels. Schweine- oder Rinderleder bzw. Vinyl sind die Rohstoffe für das ausgestanzte Zaumzeug. Als Satteldecke dient in der Regel ein roter Filz.

Das Pferd wird auf ein Fahrbrett mit Rädern bzw. auf eine Schaukel montiert. Die dazu notwendigen Kufen werden aus Buchenholz geschnitten, gedämpft und gebogen.