Weihnachtsstern

 

Der stolze Name der Pflanze geht angeblich auf eine Legende aus ihrer mexikanischen Heimat zurück: Ein armes Mädchen habe an Weihnachten in die Kirche kein übliches Geschenk mitbringen können und stellte stattdessen eine Pflanze auf den Altar, wo sie wunderbarerweise erblühte und so die übrigen kostbaren Gaben überstrahlte. Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), Adventsstern, Christstern oder Poinsettie war geboren.

Nüchtern betrachtet ist diese Pflanze allerdings ziemlich kompliziert. Was beim Einkauf noch recht attraktiv wirkt, kann bereits zuhause in einem Desaster enden. Nach einem Kälteschock beispielsweise verliert der Weihnachtsstern innerhalb kurzer Zeit alle Blätter. Er mag einfach keine Kälte. Er braucht einen hellen warmen Platz. Aber ohne direkte Sonne oder Zugluft. Die roten Blüten sind gar keine, obwohl sie von den allermeisten Käufern dafür gehalten werden. (Die echten sind klein und gelb und sitzen inmitten der roten Hochblätter.) Und – Achtung Haustierfreunde – wie jedes Wolfsmilchgewächs ist auch der Weihnachtsstern giftig und deshalb für Haustiere überaus gefährlich.