Welcher blühende Stern strahlt prächtiger …

weihn8s-vs-ritterstern

Weihnachtsstern oder Ritterstern („Amaryllis“)? Ein Qualitätsvergleich.

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Diese Pflanze täuscht eine Blüte nur vor. Wer genauer hinschaut, entdeckt den Schwindel recht schnell. Die roten „Blütenblätter“ sind in Wahrheit rot gefärbte „Hochblätter“. Grüne Blätter unten, rote Blätter oben. Damit dies auch so bleibt, muss man einiges wissen und berücksichtigen. Die Pflanze ist anspruchsvoll. Sie mag keine Kälte, braucht einen hellen warmen Platz. Keine direkte Sonne oder Zugluft. Und wie jedes andere Wolfsmilchgewächs ist auch der Weihnachtsstern giftig und deshalb für Haustiere überaus gefährlich. (Weihnachtsstern angeknabbert, Haustier im Koma. Da kommt Festtagsstimmung auf.)

Ganz anders der Ritterstern (Hippeastrum). In der Winterzeit vertreibt er glühend rot das triste Grau. Die üppigen samtenen Blüten beeindrucken während der etwa 14 Tage dauernden Blühdauer jeden Betrachter. Und die Gewächse sind in dieser Hoch-Phase sehr anspruchslos und vertragen sogar die trockene Wärme im geheizten Zimmer. (Wer allerdings die Entwicklung der Pflanze ganzjährig von der Knolle bis zur Blüte erfolgreich steuern will, der muss sich – wie bei allen vergleichbaren gärtnerischen Bemühungen auch – auf die besondere Natur des Rittersterns einlassen.)